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Das Kaninchen bin ich (DDR 1965) - ein Filmvortrag

16.10.2015
18:30 - 22:00

Stadtbibliothek
Scheederstraße 1
15711 Königs Wusterhausen

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Die DEFA und ihre verbotenen Filme

In den Jahren 1965/66 wurde eine Reihe von DEFA-Filmen verboten. Darunter auch einige Filme, in denen starke und selbstbewusste Frauen agierten. Insbesondere ihr unkonventionelles Verhalten und ihr Eigensinn machten sie zur Zielscheibe der Kritik.
Der Vortrag will einige dieser Filme vorstellen, die erst nach 1990 ihre Uraufführung erlebten.

Das Kaninchen bin ich (DDR 1965)
RE: Kurt Maetzig, DA: Angelika Waller, Alfred Müller
Maria Morzeck lebt in Berlin, ist 19 Jahre alt und arbeitet nach ihrem Abitur als Kellnerin. Ihr Traum, Slawistik zu studieren, scheitert, weil ihr Bruder Dieter wegen „“staatsgefährdender Hetze““ zu einer Haftstrafe verurteilt worden ist. Sie verliebt sich in Paul Deister, der,
wie sich herausstellt, der Richter ist, der Dieter verurteilt hat. Der Prozess fand unter dubiosen Umständen statt, zudem war die Öffentlichkeit ausgeschlossen worden.
Maria verwirft die Idee, die Liebe zu Dieters Gunsten zu nutzen, doch sie möchte die ganze Wahrheit erfahren.
Nach und nach entpuppt sich Paul als skrupelloser Karrierist, der Menschen und Gesetze für sich benutzt.
Diese kritische Auseinandersetzung mit Opportunismus und unfreier, staatsnaher Justiz in der DDR, löste eine ganze Welle von Filmverboten aus.
(Quelle: vhs Dahme-Spreewald)
Ein Filmvortrag mit Dr. Katrin Sell in Kooperation mit der Volkshochschule Dahme-Spreewald.

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