Unser Jahresthema für 2017 heißt „Spuren“
Eine Betrachtung von Gerd Bandelow, stellvertretender Vorsitzender des Kulturbundes Dahme-Spreewald e.V.

Der Begriff „Spuren“ in seiner Pluralform besitzt unterschiedliche Bedeutungen. Ich will einige der häufigsten kurz ins Gedächtnis rufen, um am Ende auf die Bedeutung,  die uns für unser Jahresthema vorschwebte, näher einzugehen. In der Jägersprache zum Beispiel werden mit diesem Begriff die Fußabdrücke des Haarwildes bezeichnet. Im Straßenverkehr spricht man bei den abgegrenzten Streifen der Fahrbahn von Spuren. In ähnlicher Weise werden Flächen mit Bild- und Tonsignalen bei bespielten Magnetbändern als Spuren benannt. Im Polizeiwesen geht es bei der Rekonstruktion  eines Tatherganges um die Sicherung von Spuren.  Die Bedeutung,  die wir im Auge haben, betrifft allerdings mehr die Psychologie: die sogenannten Gedächtnisspuren oder Erinnerungsbilder.

Ein Künstler sammelt auf diese Weise oftmals in seinen Werken Relikte einer historischen  oder persönlichen Vergangenheit, manchmal auch seiner Gegenwart. Er dokumentiert sie in Fotografien, Zeichnungen und Texten. Jedoch registriert  und ordnet er sie nicht mit Distanz, wie es ein Historiker tun würde, sondern aus seiner subjektiven Erfahrung. Dabei spielt die eigene Kindheit eine besondere Rolle. So ist die Region, in der der Mensch seine ersten Erfahrungen macht, eine wichtige Inspirationsquelle für das eigene Schaffen. Ebenso sind es häufig Orte, die an diese Heimat  erinnern. Franz Fühmann z.B. war seine frühe Kindheit in einem Bergdorf im Riesengebirge immer wieder ein Anlass, Spuren aus dieser Zeit nachzuspüren. Aber auch spätere tiefe seelische Eindrücke können sich als Spuren in dem künstlerischen Erbe eines kreativen Menschen wiederfinden. Hier denke ich vor allem an politische, gesellschaftliche und persönliche Ereignisse, die die menschliche Psyche – sowohl positiv als auch negativ – berühren können und die im OEuvre häufig ihren Niederschlag finden.

Menschen – wie du und ich – werden durch solche Werke – seien es Bücher, Filme oder Bildwerke – wiederum angeregt, über eigene Erfahrungen, Erlebnisse nachzusinnen. Sie vergleichen also eigene Gedächtnisspuren mit dem Gelesenen, dem Gehörten oder Gesehenen. Durch dieses Berührtsein werden  eigene Erinnerungsbilder wachgerufen und  hinterlassen wiederum Spuren  in der berührten Seele. Solchen subjektiven Spuren  einen Raum zu geben, ihnen nachzuspüren, hat sich unser Verein  für das Jahr 2017 zur Aufgabe gestellt.

Der Kulturbund Dahme-Spreewald e.V. steht für
kulturelle Initiativen, Ideen und deren Verwirklichung.

Seit 20 Jahren engagiert sich unser Verein ehrenamtlich für Kunst, Kultur, Musik und Literatur sowie deren Präsentation für die Bürger unserer Stadt Königs Wusterhausen und ihre umgebenden Gemeinden.
In unserem Verein sind zur Zeit 44 Mitglieder.
Wir erstreben eine Profilierung als Plattform für Künstler, Kulturschaffende und Kulturinteressierte des Landkreises
Dahme-Spreewald, um dessen Bedeutung als Kulturkreis nachhaltig mit zu entwickeln.

Fotos der Mitgliederversammlungen

Sitz unseres Vereins ist die 1892 für den Unternehmer
Werner von Siemens erbaute Villa in der Eichenallee 12
in Königs Wusterhausen,
unweit des S-Bahnhofs.
Im Haus befinden sich im Obergeschoss ein Kreativraum und
das Büro unseres Vereins.
Das Erdgeschoss bietet einen multifunktionalen
Veranstaltungssaal
für 65 Besucher.
Es ist ein Ort, wo Ausstellungen, Lesungen, Konzerte, Hörspiele u.a. stattfinden.
Im Kellergeschoss wird die private Gaststätte „Altstadtkeller“ betrieben.
Das Bürgerhaus „Hanns Eisler“ – so der heutige Name
der Gründerzeitvilla – entwickelte sich während der Jahre
zu einer Stätte für kulturelles und gesellschaftliches Engagement.
Neugierige, aktive und engagierte Förderer sind uns willkommen!

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Kulturempfang im Landtag in Potsdam

Am 24.11.2015 lud die SPD-Fraktion des Landtages zu einem Kulturempfang.
Der Vorstand unseres Vereins ließ sich diese Veranstaltung nicht entgehen und traf viele alte Bekannte.
Zum „Schlagabtausch Berlin – Brandenburger Kulturgespräch“ unterhielten sich Dr. Sabine Kunst und Tim Renner.

An unserem Tisch trafen wir Carla Villwock vom Brandenburgischen Kulturbund und Joseph Dolezal vom Kulturverein Zeuthen e.V.
Für ein nicht-alltägliches, musikalisches Zwischenspiel sorgte „Doublebeats“.
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Fotos: Wolfgang Lücke, Reinhard Jagsch

Dankeschön für die aktiven Mitglieder beim Treff im
„Altstadtkeller“ Anfang April 2017


Fotos: Wolfgang Lücke

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Unsere Jahreswechsel-Glückwunschkarten:

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Ute Fuhrmann (2015/16)                   Wolfgang Lücke (2016/17)

Gemütliches Beisammensein am 24.02.16 im „Altstadtkeller“ als Dankeschön für die Standbetreuung zum Schlossfest 2015
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Fotos: Wolfgang Lücke

Besuch der „Grünen Woche“ 2017 auf Einladung des Kulturvereins Zeuthen
und Impressionen von der Antenne-Brandenburg-Bühne

Eintritt
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Interview mit Kai Berdermann von der vhs Dahme-Spreewald mit Ankündigung zum „Tag der offenen Gärten“ am 18.08.2017 und unserem gemeinsamen Programm.
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„Suppenduft“ler Daniel Gropp kocht für die Besucher
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Die Lavendelkinder der Grundschule Wilhelm Busch aus KW stellten sich den Ausstellungsbesuchern vor.
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Fotos: Wolfgang Lücke