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"Purpurgedanken" - Lesung aus den Tagebüchern von Erwin Hahs

30.05.2015
19:00 - 21:00

Bürgerhaus "Hanns Eisler"
Eichenallee 12
15711 Königs Wusterhausen

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Tagebucheintrag-1953

 

 

 

 

Tagebucheintrag 1953                                 Foto: Wolfgang Lücke

„Wenn mich jemand fragen würde – was bin ich wohl mehr, Maler oder Schreiber?
Dann würde ich zuerst mit der Antwort zögern – zuletzt aber doch sagen: „Maler“.
Denn mit den Augen denke ich und das Wort bildet sich mir aus dem Visuellen“.
(Erwin Hahs im Tagebuch 1951)

Mit den umfangreichen Tagebüchern, die Erwin Hahs zwischen den Jahren 1936 und 1968 niederschrieb, schuf er nicht nur ein eindrückliches Stück Bekenntnisliteratur, sondern gleichermaßen auch eine wertvolle zeithistorische Chronik.
Aus der Perspektive einer inneren Emigration berichten diese Aufzeichnungen von Jahrhundertereignissen wie Diktatur, Weltkrieg, Staatenteilung und Kaltem Krieg, aber auch vom inneren geistigen Ringen einer philosophischen Künstlernatur.

Der Schauspieler Lutz Harder las an diesem Abend Auszüge aus den Tagebüchern des Künstlers.
Die Lesung wurde vom Radioautor und Ausstellungskurator Jörg Wunderlich moderiert und von Rolf von Nordenskjöld auf dem Saxophon musikalisch umrahmt.

Der Theatersaal war bis auf den letzten Platz gefüllt.
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Fotos: Wolfgang Lücke

Hier hören Sie einen Ausschnitt aus der Lesung, vorgetragen vom Schauspieler Lutz Harder.
Die Tagebucheintragungen beschreiben einen Zeitraum vom September 1956, dem Weggang aus Halle, bis zum Jahr 1959.
Hahs beschreibt die Natur an seinem neuen Lebensmittelpunkt Zernsdorf, die Landschaft, die Tiere.
Er wird nach West-Berlin eingeladen und soll seine Werke dort ausstellen. Wie würde das auf die Kunstverantwortlichen
der DDR wirken? Würde eine Teilnahme an dieser Ausstellung ihn die Pension kosten – als nicht-realistischer Maler?

MAZ-Artikel am 01.06.2015 von Heidrun Voigt
Lesung