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Spurensuche in der Ausstellung "Die schwarzen Jahre" in Berlin

28.05.2016
09:30 - 12:45

Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart
Invalidenstraße 50-51
10557 Berlin


Eine kleine Gruppe Kulturbundmitglieder besuchte die Ausstellung „Die schwarzen Jahre – Geschichten einer Sammlung. 1933 – 1945“
in der Neuen Galerie im Hamburger Bahnhof in Berlin.
Die Ausstellung interessierte uns schon aus dem Grund, weil es dort ein bestimmtes Bild von Erwin Hahs zu sehen gibt.
Im letzten Jahr hatten wir im Bürgerhaus die Ausstellung „In der Landschaft“ mit seinen Bildern und haben uns in diesem Zusammenhang
auch ein wenig mit seinem Leben beschäftigt. Das Bild „Großes Requiem“ und eine Röntgenaufnahme, die das ursprünglich gemalte
Hitlerbild zeigt, das dann übermalt wurde, hängen im Bereich „Kunst im Dienst des Nationalsozialismus“.
Diese Verortung ist doch sehr fragwürdig, vorallem, wenn man die Tagebuchaufzeichnungen von Erwin Hahs als direkten Ausdruck
seiner Weltsicht heranzieht. Er war bestimmt kein „Diener“ des NS-Regimes.
Im gleichen Bereich finden sich Namen wie Arno Breker und Arnold Böcklin, die eindeutig als dem Nationalsozialismus zugetane
bzw. missbrauchte Künstler eingestuft werden.
Insgesamt eine sehr sehenswerte und anregende Ausstellung.

Unsere Kulturbundmitglieder können sich den sehr interessanten Katalog beim Vorstand ausleihen!

Requiem
MAZ-Beitrag am 06.01.16 von Karen Grunow im Gespräch mit Sven Großkreutz,
der zusammen mit Jörg Wunderlich die Erwin-Hahs-Ausstellung im Bürgerhaus kuratierte.

Ein paar Impressionen von unserem Rundgang
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Fotos: Wolfgang Lücke