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Bücher und ihre Spuren

06.05.2017
19:00 - 20:30

Bürgerhaus "Hanns Eisler"
Eichenallee 12
15711 Königs Wusterhausen

Kategorien

Wir suchen Sie!

Kennen Sie das?
Das Leben verläuft in regelmäßigen Bahnen und nach dem Lesen eines Buches bekommt es eine andere Richtung,
neuen Schwung, anderen Inhalt!
Oder plötzlich ist alles ganz anders.
Anders wegen Krankheit, Trennung, Tod, Verlust der Arbeit … oder, oder, oder …
Auf der Suche nach dem “Warum” oder nach Lösungen treffen wir immer wieder auf Bücher, die wie für uns gemacht,
plötzlich in unserem Leben auftauchen.
Vielleicht entsteht sogar der Eindruck, diese Bücher haben uns gesucht und nicht wir sie!
In jedem Falle helfen Bücher uns, Dinge zu verstehen oder ganz neue Wege zu gehen.
Geht es Ihnen auch so?

Karen Grunow schreibt dazu in der MAZ vom 22.02.2017:
Lesen berührt – Mitmachprojekt zum Tag des Buches
Da gibt es das Buch, das bei einem als Kind die Liebe zum Lesen ge­weckt hat. Oder jenes, das einen so tief berührte, weil die Geschichte so nah und echt war, dass man sich noch Jahre später genau an Details erin­nern kann. Sicherlich hat jeder solche Bücher,
die Spuren hin­terlassen haben. Auch Fach­bücher können dazu gehören, eröffnen sie doch auch so man­chem neue Welten.

Die Mitglieder des Kultur­bundes Dahme-Spreewald haben sich nun überlegt, gemeinsam mit der Stadtbiblio­thek Königs Wusterhausen und der Stadtbuchhandlung Radwer ein neues Projekt zu starten, an dem jeder teilneh­men kann. Er oder sie, egal, welchen Alters,
muss nur bereit sein, jenes Buch, dass die intensivsten Eindrücke hinter­lassen hat, am 6. Mai ab 19 Uhr im Bürgerhaus „Hanns Eisler“ öffentlich vorzustellen. Und dabei auch zu erzählen, was dieses Buch zu etwas ganz Be­sonderem gemacht hat. Das li­terarische Mitmachprojekt „Bücher und ihre Spuren“ ist eine nachträgliche Aktion zum Tag des Buches,
der am 23. April international zeleb­riert wird. kg

Eine gemeinsame Veranstaltung der Stadtbuchhandlung Radwer mit der Stadtbibliothek und dem Kulturbund
im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Spuren“.

Acht Vorleser und ein aufmerksam zuhörendes Publikum waren zur Veranstaltung im Theatersaal des Bürgerhauses
und auch die Presse hat unsere Veranstaltung aufmerksam verfolgt. Heidrun Voigt hat darauf in der MAZ folgenden Artikel verfaßt:

Von Büchern, die nie zugeklappt werden – Wie Literatur Spuren im Leben hinterlässt,
davon erzählen acht Dahmeländer im Bürgerhaus „Hanns Eisler“.

Es gibt Bü­cher, an denen kommt man ein­fach nicht vorbei. Sie bleiben im Gedächtnis, beeinflussen Kopf und Bauch.
Um solche Bücher ging es am Samstagabend im Bürgerhaus „Hanns Eisler“ in Königs Wusterhausen.
Der Kul­turbund Dahme-Spreewald hatte zusammen mit der Bibliothek und der Stadtbuchhandlung Radwer
zu der Veranstaltung eingeladen.
Acht Frauen und Männer gaben persönliche Einblicke in ihr Le­ben und lasen aus „ihrem“ Buch.
„ Seit 60 Jahren bin ich Buch­händlerin und mehrere hundert Bü­cher habe ich gelesen.
Die aller­ersten liegen mir jetzt noch am Herzen“, sagte Martina Radwer. Sie erzählte, wie sie zur Literatur kam.
Ihr Kinderbuch „Die Elfen läuten den Sonntag ein“ musste ihre Mutter im Krieg eintauschen,
das habe sie sehr traurig ge­macht. Nach dem Krieg las sie Gorki, Puschkin und Makarenko, die ersten Bücher,
die nach Kriegsende erschienen, heraus gebracht vom Verlag der sowjeti­schen Militäradministration.
Marianne Vahlpahl stellte Eric-Emmanuel Schmitts Roman „Die zehn Kinder, die Frau Ming nie hatte“ vor.
Die Geschichte einer Frau im modernen China, die Toiletten putzt und dort einem französischen Handelsvertreter begegnet.
„Was mich begeistert ist, dass das Buch deutlich macht, welchen Wert Familie und Freun­de haben und welch großer Schatz Kinder sind“,
so Marianne Vahlpahl.
Ursula Ermen las aus Heinrich Manns „ Henri Quatre“. Das Buch gehört zu ihren Lebens­begleitern,
weil „die humanisti­sche Figur des Königs ein Gegen­entwurf zur brutalen Wirklichkeit seiner Zeit ist“.
Wolfgang Lücke beeinflusste in seiner Jugend stark Salingers „Der Fänger im Roggen“.
Den Besuchern empfahl er Dave Eggers Roman „The Circle“. Der Autor prophezeit darin, dass es einen digitalen Totalitarismus ge­ben wird.
Stefan Anker findet Science-Fiction-Literatur spannend. „Der Marsianer“ von Andy Weir, einen modernen Robinson-Crusoe-Roman,
hat er immer griffbe­reit.
Klaus Weber stellte das Buch „Ich bin David“ vor. Weber, der Pfarrer im Ruhestand ist, erzähl­te, dass er die Geschichte des Jungen,
der in einem fiktiven Konzentrationslager aufgewach­sen ist und nach seiner Flucht das Leben erfährt, Konfirmanden vorgelesen habe.
Brigitte Manig stellte „Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry“ von Rachel Joyce vor,
Barbara Schwanitz widmete sich dem Thema Gesundheit: „Gut zu Fuß ein Leben lang“ von Christian Larsen.
Die Idee zu diesem Abend kam von der Chefin der Stadtbibliothek, Evelyn Hönigk. „Das war heute eine Art Testballon.
Wir werden das fortführen, denn Bücher können uns helfen, mutiger zu sein“, sagte Kultur­bund-Chefin Christiana Lücke.

Die Vorleser: Brigitte Manig, Klaus Weber, Barbara Schwanitz, Martina Radwer, Wolfgang Lücke, Ursula Ermen, Marianne Vahlpahl, Stefan Anker

 Fotos: Wolfgang Lücke

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